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Besuch im Hessischen Landtag am 22. November 2017

Rund 12 Mitglieder des Hospizvereins Mainspitze e.V. besuchten am vergangenen Mittwoch den Hessischen Landtag. Nach einem sehr informativen Vortrag zum Land Hessen durften wir an einer Plenarsitzung teilnehmen. Passend zum hospizlichen Gedanken ging es dort in den ersten Beiträgen der Abgeordneten und Staatssekretäre um die stationäre Altenhilfe.

Schließlich nahm sich Kerstin Geis, Landtagsabgeordnete der SPD, eine Stunde Zeit für ein Gespräch. Dabei wurden die Themen der Altenhilfe und der Versorgung von schwerkranken und sterbenden Menschen in stationären Einrichtungen aufgegriffen und diskutiert. Frau Geis zeigte sich sehr offen, berichtete über eigene Erfahrungen und nahm auch gerne die eine oder andere Anregung von uns auf.

Frau Geis setzt sich sehr für das Thema der Altersarmut ein und für die Gestaltung einer Bürgerversicherung, die einer Zweiklassengesellschaft vorbeugt. Das große Thema der Pflege liegt auch Frau Geis sehr am Herzen, so plädiert sie für mehr Un-terstützung gerade auch für Angehörige, die die häusliche Pflege zum Teil über Jahre leisten.

Zum Abschied lud Susanne Kühn-Benning – 1.Vorsitzende des Hospiz Mainspitze e.V. – Frau Geis zur Zertifizierungsfeier im April 2018 ein, bei der 15 Menschen, die derzeit die Schulung zur ehrenamtlichen HospizhelferIn besuchen, ihr Zertifikat erhalten.

Ein gemeinsames Gruppenfoto ließ den kurzweiligen und informativen Nachmittag ausklingen.

Wir haben uns allesamt gut auf- und wahrgenommen gefühlt und danken Frau Geis sehr für das offene Gespräch.

Vortrag „Spiritualität in der Sterbebegleitung“

13 Interessierte trafen sich am 21. November 2017 im Gemeindesaal der Evangelischen Kirche in Gustavsburg. Pfarrerin Claudia Weiß-Kuhl sprach in ihrem Vortrag von Symbolen und Ritualen, die helfen, dem Tod zu begegnen. „Einen Sterbenden auf seinem letzten Weg zu begleiten, bringt uns an die Grenzen unseres Denkens“, sagte Weiß-Kuhl. „Das Sterben macht uns deutlich, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als das, was unsere Sinne erfassen können.“ Diese Erfahrung machen pflegende Angehörige sowie Mitarbeitende in Kliniken, Altenheimen und in der Hospizarbeit immer wieder.

Die Ahnung, dass es eine Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit gibt, könne ein ganzes Leben in Frage stellen. Gegen die Sprachlosigkeit im Angesicht des Todes können Symbole und Rituale helfen. Auch die christliche Botschaft verwende Symbole und in den Kirchen seien Rituale jahrtausendelang eingeübt worden.

Um die Bedeutung von Symbolen erfahrbar zu machen, hatte Frau Weiß-Kuhl mehrere Symbole mitgebracht, unter denen sich die TeilnehmerInnen spontan eines aussuchen sollten. Über das jeweilige Symbol tauschten sich die TeilnehmerInnen im Anschluss aus und es wurde sichtbar, wie bedeutend Symbole sein können.

Es war ein gelungener Abend, der den Anwesenden zeigte, dass Symbole und Rituale einen spirituellen Zugang für schwerkranke und sterbende Menschen schaffen können.

Wir machen mit bei „Hospiz macht Schule“

Hospiz macht Schule“ ist eine Projektwoche an Grundschulen mit ehrenamtlichen Hospizhelfer/innen. Das Hospiz Mainspitze nimmt nun zum zweiten Mal daran teil.

Das Projekt richtet sich an Kinder der 3. und 4. Klasse. Fünf oder sechs Ehrenamtliche gehen als Team für fünf Tage gemeinsam in eine Schulklasse. Die Themen der Projektwoche sind:
1. Tag: Werden und Vergehen – Wandlungserfahrungen
2. Tag: Krankheit und Leid
3. Tag: Sterben und Tod
4. Tag: Vom Traurig-Sein
5. Tag: Trost und Trösten

Das Projekt soll den Kindern vermitteln, dass Leben und Sterben untrennbar miteinander verbunden sind. Die Themen werden den Grundschülern in Kleingruppen sach- und altersangemessen mit Geschichten, Bilderbüchern und Filmausschnitten nahe gebracht. Auch Collagenbasteln, pantomimische Darstellungen, Fantasiereisen, Meditationen und Musik werden angeboten. Die Kinder lernen außerdem Jenseitsvorstellungen anderer Religionen kennen. Die Ergebnisse werden den Eltern bei einem Abschlussfest  präsentiert.

Schulen, die Interesse an der Projektwoche haben, stellen wir „Hospiz macht Schule“ gern persönlich vor. Bitte kontaktieren Sie uns gerne unter 06134 / 55 75 05 oder kontakt@hospiz-mainspitze.de.

Hospizverein Mainspitze bedankt sich bei Mitarbeitern und Helfern

31. August 2017: Der Hospizverein Mainspitze e.V. ehrte am gestrigen Mittwochabend seine MitarbeiterInnen und ehrenamtlichen HelferInnen bei einem Dankeschön-Empfang im Dachgeschoss des Hauses Mainblick in Gustavsburg.

Vereinsvorsitzende Susanne Kühn-Benning begrüßte die Ehrenämtler und anderen Gäste, darunter auch Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha sowie Brigitte Molnar und Sascha Kaufmann, die Initiatoren des Mainzer Maaraue Marathons: „Wir möchten uns ganz herzlich bei unseren hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitgliedern bedanken, wie auch bei den vielen Menschen drumherum, die uns immer wieder auf ganz vielfältige Weise unterstützen.“ Als Einstimmung las Kühn-Benning eine Kurzgeschichte namens „Das kleine Danke“ vor.

Der zweite Vorsitzende Gottfried Schmitt übergab als Geschenke für die HospizhelferInnen „Das Buch zum Hessentag 2017: Geschichten und Gedichte aus Rüsselsheim am Main“ von Herausgeberin Hannah Winkler. Sie hatte zuvor ein Orientierungsseminar des Hospizvereins Mainspitze besucht und hat dem Verein nun 100 Exemplare des Buches gespendet.

Beim Sektempfang und dem anschließenden gemeinsamen Essen ließen die Gäste das vergangene Jahr Revue passieren, tauschten sich über ihre Erfahrungen bei der Hospizarbeit aus und schmiedeten Pläne für zukünftige Veranstaltungen.